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Wie es mit dem Manhattan weiter geht

Liebe Gäste und Manhattan-Freunde, Nach jahrelanger Arbeit für ein neues Manhattan an einem anderen Ort haben wir nun Gewissheit. Es zeichnet sich ab, dass der Stadtrat im Juli wohl beschließen wird, das Interessensbekundungsverfahren für unser Nachbargrundstück nicht weiter zu verfolgen. Die Begründung: eine „eindeutige Stimmung“ gegen den Verkauf der Fläche in der Bevölkerung. Wir erleben tagtäglich das Gegenteil: Wir werden permanent von Erlanger Bürgern angesprochen, die ihr Entsetzen über den Wegfall unseres Kino kundtun (auch auf unserer Unterstützer-Website www.manhattan-freund.de). Wir haben uns bewusst entschieden, den Manhattan-Mietvertrag nicht zu verlängern, da die enorme Mieterhöhung zu immensen Kompromissen in Film-Auswahl und Preisgestaltung geführt hätte. Und dafür stehen wir nicht. Bereits vor zwei Jahren haben wir uns mit der Idee, das Hallenbad Frankenhof von den Erlanger Stadtwerken zu kaufen, an die Stadt gewandt, um dort einen kulturellen Ort zu schaffen. Dies schien für alle Beteiligten eine hervorragende Idee zu sein. Die vom Baureferat geforderten Entwürfe wurden den Fraktionen vorgestellt und stießen bei einer großen Mehrheit auf Zuspruch. Warum das Grundstück dann doch an die Stadt verkauft wurde, bleibt im Unklaren. Um Kino-Kultur in Erlangen zu erhalten, waren wir bereit, nach der Absage dieser zeit- und kosten-intensiven Projekt-Planung ein zweites Mal in Vorleistung zu gehen und uns um das Nachbar-Grundstück des Manhattans mit nochmals neuen Entwürfen zu bewerben. Diese wurden nie inhaltlich diskutiert. Das Verfahren scheint nun eingestellt zu werden. Kino ist Kultur, eine Plattform für politische und gesellschaftliche Entwicklung. Unser Kino braucht keine städtischen Subventionen. Wir haben zwei Jahre lang viel Zeit und finanzielle Mittel in Projekte investiert, die uns als äußerst erfolgsversprechend in Aussicht gestellt wurden. Wir hätten uns gewünscht, dass der Stadtrat den Stellenwert des Kinos erkennt, uns ehrlich unterstützt und eines dieser Projekte hätte realisieren lassen. Wir fühlen uns als Kulturschaffende und Unternehmer, die jenseits großer Ketten bewährte Qualität und Anspruch in diese Stadt bringen und investieren wollten, nicht ernst genommen. Eine Gesellschaft braucht Kultur, um sich weiter zu entwickeln. Eine kleine Großstadt wie Erlangen, die sich mit Wachstum und Vielfalt rühmt, braucht dafür Ideen, und muss diese auch umsetzen können. Sie braucht mehr als Grünflächen, um auch für junge Menschen attraktiv zu bleiben. Wir bauen kein neues Kino. Das vielfältige Angebot an Dokumentationen, Fremdsprachenkino und Filmreihen werden wir so nicht beibehalten können. Aber wir werden unsere Liebe zu Filmen und Kultur ab Oktober ausschließlich in den Lamm-Lichtspielen weiterführen. Für die erfahrene Unterstützung und den enormen Zuspruch bedanken wir uns bei Ihnen von ganzem Herzen und freuen uns, Sie weiterhin im schönsten Kino der Welt, den Lamm-Lichtspielen, begrüßen zu dürfen. Ihre Elisa Coburger & Peter Zwingmann
  


 
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